Neue Professur in der Germanistischen Sprachwissenschaft

Neue Professur in der Germanistischen Sprachwissenschaft

Seit dem Wintersemester 2018/19 lehrt und forscht Prof. Dr. Sebastian Seyferth an der Universität Leipzig. Die letzte Station war eine W2-Professur für Germanistische Linguistik, Anglistik/Amerikanistik und Deutsch als Fremdsprache an der Hochschule Zittau/Görlitz. Seine lehrrelevanten Felder beziehen sich vordergründig auf die synchrone Sprachwissenschaft. Dazu zählen vor allem die linguistischen Teilbereiche Textlinguistik, Stilistik, Lexikologie, Semantik, Morphologie, Syntax und Valenzsyntax. Forschungsschwerpunkte bilden die historische Textlinguistik, Soziolinguistik/Soziopragmatik und Fachsprachenforschung. Darüber hinaus sind mittelalterliche und frühneuzeitliche Bibelübersetzungen/Übersetzungstechniken, die Lutherbibel sowie Texte der Konfessionalisierung zu nennen, auf die sich sein Publikationsfokus verstärkt richtet.

Basis für die wissenschaftliche Tätigkeit bildete 2001 die Promotion an der Universität Jena. In einem fächerübergreifenden Ansatz zwischen älterer Sprachwissenschaft, Übersetzungs-wissenschaft und Reformationsgeschichte untersuchte er lexikalische wie auch syntaktische Varianzen innerhalb der Lutherbibel. Seine zweite germanistische Monographie beschäftigte sich mit medizinischen Texten des 13. bis 18. Jahrhunderts, die hauptsächlich mit Methoden der historischen Textlinguistik und Soziopragmatik untersucht wurden. Unterschiedliche Ver-textungsstrategien wurden vor dem jeweiligen zeitgeschichtlichen Kontext freigelegt.

Aktuell steht ein studentisches Arbeitsbuch mit dem Titel Historische Textgrammatik des Deutschen kurz vor der Fertigstellung, bei dem er als Koautor zusammen mit Prof. Dr. Albrecht Greule fungiert. Im Kern geht es dabei um textlinguistische Analysen zu deutschsprachigen Texten des 9. bis 17. Jahrhunderts.

letzte Änderung: 11.01.2019